Laborwoche

Vom 5. bis zum 9. Februar werden die Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Lüneburger Heide unterstützt von Frau Prof. Abels, Herrn Prof. Pleissner und den Studentinnen Frau Struck und Frau Kurwan, für eine Woche zu Nachhaltigkeitswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern. Ihr Ziel ist es, das PLA chemisch so zu verändern, dass es mit nur wenig Aufwand wieder in seine einzelnen chemischen Bestandteile zerlegt werden kann. Gelingt das, so die Hoffnung, können weggeworfene Produkte aus PLA in Zukunft das Ausgangsmaterial für neue Produkte bilden und wertvolle Ressourcen müssten nicht mehr aufwändig und umweltschädlich verbrannt werden. Zu zweit oder zu dritt experimentieren sie im Labor der Universität.

 

Während der Zeit an der Leuphana lernen die Nachwuchswissenschaftlerinnen und –wissenschaftler nicht nur viel über PLA und Recycling, sondern auch, was Wissenschaft ausmacht: Genau beobachten, keine voreiligen Schlussfolgen ziehen, die eigenen Ergebnisse hinterfragen und immer wieder neue Frage stellen. Und vor allem geduldig und sorgfältig zu arbeiten: Bis im Reagenzglas Veränderungen zu beobachten sind, vergehen oft mehrere Stunden. Alle Versuchsanleitungen, Beobachtungen und Schlussfolgerungen müssen detailliert im Laborjournal festgehalten werden.

 

Das didaktische Prinzip, nach dem die Schülerinnen und Schüler in der Laborwoche arbeiteten, heißt übrigens Forschendes Lernen. Forschendes Lernen bedeutet, das Schüler_innen oder Student_innen lernen, indem sie, von Professor_innen unterstützt, einen vollständigen Forschungsprozess durchlaufen, das heißt, Forschungsfragen entwickeln, Methoden auswählen und die entstandenen Ergebnisse kommunizieren. 

Jenny Kurwan